Jahrestreffen Hercules IG Teil 3

Gegen 16:00 Uhr kamen die Jungs mit den Mopeds wieder zurück und ich konnte die Anfahrt gut filmen. Dazu auch das Video auf der Seite “Hercules IG 03 Video”. Nach dem Kuchen packte ich zusammen und verabschiedete mich, ich wollte (musste) um 17:00 los. Im Ort fuhr ich an der Eisdiele vorbei und sah noch Günther Vogt, Andreas Bunte und einige andere sitzen. Nach dem Schwätzchen mit Kaffee und Eis wars dann schon halb 6.

Jetzt wurde es aber Zeit. Ich wollte diesmal nicht durch Gießen fahren und auch keine Autobahn, da ich ja zu den “ganz Guten” gehöre, .... dachte ich. In Stauffenberg fuhr ich zum ersten mal falsch, war aber nicht schlimm. Über Grünberg endlich in den Spessart ( ist das überhaupt Spessart? EGAL!). Eine geile Strecke mit Mega - Kurven bis nach Schotten. Mein Kühler blies wie eine alte Dampflock. Mein Gott, was für eine Gegend, in Schotten hatte ich nicht getankt, vergessen. Dann kam da gar kein Haus mehr, nur Wald, Wiesen, Kühe und so. Wenn jetzt das Benzin alle geht, dann ist es aus.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit tuckerte ich in Bad Orb in die Aral. 12,5 Liter Normal, 1 Liter H2O und ein Snickers. Das muss reichen. Die Piste hatte ziemlich Zeit gefressen und so machte ich keine große Pause. Weiter ging es den Schildern nach Lohr entgegen. Aber nicht lange. Am Ende von Bad Orb stand da eine Umleitung. 10 km nach Steinau durch den dunklen Wald mit rauf und runter und Kurven ohne Ende. Dort: die Umleitung von der Umleitung. Die Wegweiser hatten keine Übereinstimmung mit meiner Deutschlandkarte und die Einheimischen wollten mich zurück nach Frankfurt auf die Autobahn schicken um nach Lohr zu kommen, unglaublich.

Zwei Stunden war ich jetzt im Wald gefahren und keinen Meter weiter gen Süden gekommen. Es war 23:00 Uhr als ich fast auf einen 97 jährigen Audi A6 Fahrer auffuhr, als der einen russischen Panzer auf sich zukommen sah und voll bremste,  wo kein Arsch war. Da ich schon mal in Schlüchtern war, führ ich gleich nach Bad Brückenau und dort auf die Autobahn. Scheiß auf Ehre und Würde, ich will nach Hause. Durch die kühlere Luft und die Fahrbahn lief die Karre jetzt satte 105 und ich jagte die wenigen LKWs, immer verfolgt von Wohnwägen und - mobilen. Um 4 Uhr früh fuhr ich endlich in den Hof, ich war daheim. Hund bellte, Freundin schimpfte, Mutti schaute, so in der Reihenfolge. Ab in die Kiste, ich wollte ja am nächsten Tag ins Allgäu nach Isny. Na ja, 2004 kommt und jetzt kenn ich mich ja jetzt über der Donau aus.

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