Resonanzauspuff für die RX9 selber bauen.

Zwei Wochen waren nach der Pleite mit der Rennbirne vergangen, da stolperte ich im Internet auf der Seite des Kreidler-Vereines auf die Sache mit dem Resonanzauspuff. Nach kurzer Überlegung hab ich an den alten Ultra 80 - Auspuff denken müssen, den mir Richard Rotsch geschenkt hat. Ich könnte ja aus dem einen hochgezogenen Resonanzauspuff selber bauen. Bevor ich das Teil wegschmeiße!

Einen Resonanzauspuff muß man aber berechnen. Dazu sind die Steuerzeiten und die Auspufftemperatur die Grundlage. Dann kann man über eine Formel an die optimale Resonanzlänge, Trichterlänge, Krümmer- und Endrohrdurchmesser kommen. Diese Angaben konnte ich nirgens finden oder erfragen. So mußte ich die Daten selber messen und schätzen.

Na ja, eine Uhr wollte ich ja auch nicht bauen. Krümmer, Konus, Endstück und Teile des Einsatzes wurden vom Ultra 80 - Auspuff genommen.Den Rest kaufte ich beim örtlichen Eisenhändler.

Konus von der Ultra, besorgtes Endrohr und selbstgebauter Gegenkonus

Für den Gegenkonus berechnete ich die Maße einer Schablone, schnitt diese aus Karton aus und legte diese auf das gekaufte Blech. So mußte ich die Form nur noch mit Filzer aufzeichnen und ausschneiden. Mit einem kleinen Hammer wurde der Kegel dann in Form gebraucht und geschweißt.

Noch ein Rohr drann und ferig war der Gegenkonus.

Dieser wurde dann nach der Resonanzlänge an der entsprechenden Stelle eingeschweißt.

Nach dem Schweißen des abgewinkelten Endrohres wurden die Teile am Moped fixiert und angepunktet. Dann wieder vom Moped genommen und im Schraubstock dicht verschweißt. Somit kann man sicher sein, daß der Puff am Moped paßt und sauber schweißen.

Laut macht nicht schnell. Deshalb wurde der Einsatz aus dem Ultra  - Auspuff gekürzt, ein Loch gebohrt und eine Mutter angeschweißt. Somit kann der Einsatz mit einer Schraube von außen im Auspuff-Endrohr befestigt werden.

Die Schweißnähte wurden mit der Flex grob und mit dem Schleifer fein geschliffen.

Optisch kein schlechtes Ergebnis, aber das ist ja Geschmackssache.

Die Testfahrt auf dem “geheimen Testgelände” war durchwachsen. Die gewünschte höhere Drehzahl konnte nicht erreicht werden, dafür aber ein Zuwachs an Drehmoment. Da der Auspuff jetzt weiter von der Fahrzeugmitte entfernt war, setzte er in engen Kurfen schnell auf. Also wurde der Puff noch mal höher und näher an das Fahrzeug verlegt. Die Lautstärke ist akzeptabel und kann mit Stahlwolle im Einsatz auf dem Pegel des orginalen Schalldämpfers gesenkt werden. Für den eigentlich ersten ernsten Versuch ist das gar nicht schlecht. Ich versuche dafür eine Eintragung zu bekommen.