Der Ritt auf´s Timmelsjoch, Teil 2

Ein Eisstand lädt mich ein zum zweiten Frühstück. Im berliner Dialekt wird mir ein Magnum Mandel überreicht. Während ich am Eis knabbere, fährt der Harley Club der Zahnärztlichen Vereinigung an mir vorbei, dicht verfolgt von zwei Wohnmobilen niederländischer Rentner. Ich esse schnell das Eis auf und fahre weiter.

Mittenwald und dann schon der ehemalige Grenzübergang Scharnitz. Von da ab fahr ich nur noch 10 km/h zu schnell. Die Berge türmen sich jetzt links und rechts auf. Nach einigen Kilometern erreiche ich den österreichischen Ort Seefeld i. Tirol. Golfplätze, Schicki Micki, Casino, alles sehr elitär und nix für Mopedfahrer.

Danach wird’s endlich wieder spannend. Eine schmale Straße führt mich von Seefeld über Mösern nach Telfs ins Inntal hinab. Ich gebe Zwischengas, um keinen Fresser zu riskieren. Leider laufe ich auch da all zu schnell wieder auf einen Schnarchi auf. Nach einer kurzen Pause für die Bremsen hab endlich wieder freie Fahrt. 115 km/h Zeigt der Tacho, die Mühle flattert, Adrenalin schießt ins Blut, als die nächste Kehre kommt.

Steiler als es aussieht: Die Strasse nach Telfs ins Inntal

In Telfs überquere ich die Autobahn und den Inn. 30 km muss ich jetzt im Inntal aufwärts entlang der Bahnlinie und Autobahn auf der Bundesstraße nach Westen fressen. Die Berge links und rechts entschädigen für die schnurgerade Strecke.

Kloster Stams im Inntal

Endlich erreiche ich Haiming und kann nach Süden abbiegen. Auf der B186 fahre ich jetzt durch das wunderschöne Ötztal. In Sautens steigen die Berge links und rechts jetzt gewaltig auf. Die Steigung der Strecke hält sich bis jetzt noch sehr zurück. In der Ortschaft Ötz angekommen, packt mich der Hunger. Es ist 13:15 und ein köstlicher Rostbraten wird im Restaurant “Heiner” vernichtet. Ich tanke die Mühle nach, 4,5 Liter seit Wolfratshausen, das ist wirklich sparsam.

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