Der Ritt auf´s Timmelsjoch, Teil 4

Noch einige Kehren, dann erreiche ich die Mautstation bei 2100 Meter. 10 Euro für hin und zurück nimmt man mir ab. Dafür ist die österreichische Seite im Gegensatz zur italienischen für Wohnmobile geeignet, das ist es mir dann schon wert.

Vorsicht ist geboten, die freilaufenden Geißen (nddt. Ziegen) lauern an jeder Ecke.

Nach einigen Kurven zielt die Piste dann die ehemalige Gletscherrinne steil und gerade bergauf. Der Sachsmotor hält stand, 100°. Kein Baum und kein Strauch ist hier mehr zu sehen. Nur noch Flechten, Magergräser und gewaltige Felsen. Der Gletscherbach schlängelt sich wild durch die magere Weide. Kühe sind hier keine mehr, nur noch Schafe und Geißen.

Am Ende der Rinne folgen dann die letzten Serpentinen zum Pass. Vorbei an zwei Kymco Rollern, welche sich in langsamer Fahrt hochquälen, reiße ich die letzten 150 Höhenmeter runter.

Geschafft, ich bin oben am Timmelsjoch, 2500 Meter hoch. Obwohl die Zeit drängt, genieße ich die Aussicht. Der Himmel ist weiß blau geblieben und die ca. 18° wirken sehr angenehm.

Eigentlich hatte ich Meran im Sinn. Da ich aber um 19:30 wieder in München sein musste, konnte ich das streichen. Das Panorama nach Süden hab ich mir aber nicht entgehen lassen. Einige Kilometer fuhr ich noch nach Südtirol hinein.

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