1. Mai 2006 - Teil 2

Vom Wasserwerk fuhren wir dann die kleine Straße durch das Leitzachtal durch und unterquerten anschließend die Autobahn München - Salzburg. Die Stecke über Fischbachau ist gut ausgebaut und hat schon leichte Steigungen und man kommt den Bergen merklich näher. Kleine Rennen mit Windschattenfahren ergeben sich hier von selbst. Erst ab Bayrischzell wird es wirklich herrlich kurvig und für die kleinen Zweitakter richtig steil. Wer den Schwung nicht durch die Kehre bringt, der nagt am nächsten Bergstück unweigerlich im kleineren Gang und verliert wertvolle Meter! Merklich schwindet die Motorleistung mit der dünnen Luft und jedes Kilo meiner Bauchröllchen bestraft mich doppelt. Oben auf über 1000 Metern liegt noch richtig Schnee vom langen Winter, aber jetzt ist auch gut was los auf dem Parkplatz.

Aufgrund des Andranges verzichten wir hier auf die Brotzeit. Ritchi ist ortskundig und überrascht uns mit einem Abstecher auf eine Hütte. Der Weg dorthin ist zwar noch geteert, jedoch eng und unglaublich steil. Die Kisten plagen sich viel zu fett im kleinen Gang bei hohen Drehzahlen. Die ganze Meute stinkt, wie ein alter Militärpanzer. Endlich oben auf der Hütte hat man den Eindruck, als hätte man vor 3 Tagen den Skilift ausgeschaltet. Schnee wohin man sieht!

Das Wetter ist ein Traum. Wir setzen uns auf das Bankerl davor und studieren die Speisekarte. Da keine Bedienung da ist, dürfen wir sogar persönlich beim Chef drinnen bestellen. Die übersichtliche Auswahl “Gibd blos no Wiaschdl mit Bomfrid oda Reibadadschi” erleichtert uns die Wahl.

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